Ich saß mit anderen Jazzmusik- Studenten im Kurs “Jazztheorie Level” und war beglückt: Zum ersten Mal verstand ich so wirklich, was der Sinn und Unsinn von den verschiedenen Kirchentonleitern war.

Und zwar nicht nur intellektuell, sondern auch vom Hörerlebnis her.

Der Dozent war Wolf Kerschek (heutiger Leiter der Jazzabteilung an der Hochschule für Musik & Theater in Hamburg). Er hatte ein einfaches Arbeitsblatt vorbereitet, auf dem er die unterschiedlichen Tonleitern von hellen bis nach dunklen Klang auflistete, spielte dann die verschiedenen Skalen und wir durften hören und von den Farben einordnen.

Das erste Mal erfuhr ich emotional, dass Tonleitern die Emotion und die Atmosphäre eines Musikstückes ausmachen und ich als Improvisierende einen wesentlichen Einfluss darauf haben kann.

Denn Musiktheorie und Gefühl gehören zusammen.

Ich fing an zu lernen, Gefühle in der Musik konkret benennen zu können, damit ich andere emotional erreichen kann.

 


 

“Der Beginn der Weisheit ist die Definition der Begriffe.” – Socrates

 


Wir brauchen Begriffe um unsere Gefühle einordnen zu können und umgekehrt.

Tonleitern und Intervalle tragen wesentlich dazu bei in der Musik, neben natürlicher Dynamik etc.

Sei es beim Improvisieren, in eigenen Songs oder in der Interpretation müssen wir lernen, Sounds zu hören und zu benennen.


 

“Ein gutes Gehör lebt von der Fähigkeit, Klänge identifizieren, einordnen, benennen, miteinander vergleichen und voneinander abgrenzen zu können. … “Was wir in unserer Vorstellung entwickeln müssen, ist (…) eine Klangbibiliothek.” Frank Sikora

 


 

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In diesem Podcast gehe ich mit Dir durch ein Teil eines Kapitel aus dem Buch “Die Neue Jazz- Harmonielehre” von Frank Sikora.

Er ist der Leiter der Abteilung Komposition/ Arrangieren an der Berner “Swiss Jazz School” und ich bin ein großer Fan seines Buches.

Er sagt dort:


 

“Klang- Gefühl- Begriff sind wie in einem Dreieck miteinander verbunden. Musiktheorie darf nicht totes Wissen sein, sondern wir dürfen lernen, dass der Klang eine Emotion in uns auslöst.”

 


Aber um dahinter zu kommen, müssen wir lernen einen Sound auf die unterschiedlichste Art und Weise zu beschreiben, mit bildlichen oder emotionalen Assoziationen, die das Klangerlebnis spontan auslösen.

Und diese Klänge so vielfältig wie möglich beschreiben zu können.

Ich trinke gerne Rotwein, aber ich kann nicht die Farben und Inhalte benennen.

Ich kann nur sagen, ob er mir schmeckt oder nicht.

Dabei gibt es richtige Begriffe dafür, die ich lernen könnte und die mir den Genuss eines guten Rotweins erhöhen würden.

Wenn ich aber in einem Restaurant oder bei Freunden tolles Essen bekomme, versuche ich immer heraus zu finden, welche Zutaten es gibt, wie es zubereitet wurde und wie ich es zu Hause nachmachen kann. Einfach, weil ich mehr dazulernen will und gerne koche.

So ist es auch in der Musik:

Wir dürfen auch beim Improvisieren uns unseren Gefühlen nicht verschliessen, sondern immer daran weiter arbeiten, die Gefühle wahrzunehmen und zu benennen.

Ein Hilfsmittel ist dafür diese Liste aus Gegensatzpaaren hier zum Downloaden, die Du aber durch Deine eigenen Begriffe vervollständigen kannst.

PDF-Download
 

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