Wir sangen also im Kreis den Chorus von “As ” (Stevie Wonder) und irgendwie kriegten wir keine Lässigkeit in den Groove.  Nicht nur in dieser Probe. Sondern auch in den Proben davor.

Es war schon ein wenig frustrierend, gerade weil wir nächste Woche einen gig haben.


Meine Freundinnen und Sängerkolleginnen Sandra und Liliana und ich üben unsere Stücke gemeinsam viel mit Metronom, acapella. Denn nur so können wir unsere Phrasierungen abgleichen und stärker grooven. Dabei stehen wir meist im Kreis und hören beim Singen stark aufeinander.

Dabei ist Sandra als Drummerin unsere Groove Frau. Denn wenn es um das Akzente- setzen geht, ist sie die, die den Ton angibt.

Auch weil sie Englisch als Muttersprache hat.


 

Auf einmal hörte ich etwas und fragte Sandra:

Sag mal, ich höre das einen Akzent genau in der Mitte von der einen Phrase. Was machst Du da genau?

Sandra sang den Teil noch mal und sagt erstaunt:

Stimmt. Ich betone das Wort auf der 2. Silbe. Und durch die Melodie kommt es ganz automatisch zum Höhepunkt der Phrase.

Wir alle probierten es aus.

Und es war der Schlüssel.

AUF EINMAL FLUTSCHTE ES.

Ein kleiner Akzent, den wir alle machten und somit die Musik grooviger gestalten liess.

Das war ein Durchbruchs- Erlebnis für mich.

Denn natürlich wußte ich, wie es geht, aber es noch einmal zu benennen, half mir, die veilen verschiedenen Puzzlesteine zu einem fertigen Bild zusammensetzen zu können.

Um eben auch als weiße Sängerin mit heller Stimme souliger grooven zu können…

In diesem Podcast geht’s um: “Den Text benutzen um groovig zu singen”

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Wie können wir unsere Melodie und Text benutzen, um den Groove des jeweiligen Stückes zu unterstützen?

Wie kann ich dies praktisch trainieren, damit ich dann auch meine eigene Interpretation einfacher finden kann ohne den groove zu verlieren?

  1. Akzente hören lernen bei Musikern
  2. Natürliche Sprachakzente der schweren und leichten Silben benutzen
  3. Die melodischen Akzente berücksichtigen und hinzunehmen

Fragen von Stageboundern zum letzten Podcast SB008:

Gaby: Mir ist beim Üben von einigen Songs schon öfter aufgefallen, dass ich oft ein ganz kleines bißchen zu spät einsetzte. Die Stelle musste ich dann oft üben bis sie saß.

 

Aber genau das eher einsetzen machte den Groove aus. Z.B. nicht auf der 1 sondern auf das “und” davor. Ich habe gemerkt, dass ich Schwierigkeiten damit habe, den Groove zu spüren & zu verstehen, warum es so viel ausmacht, dass der Einsatz so kurz vorher ist. Kannst du das irgendwie aufgreifen?

 

Wie fühle ich mich besser in den Groove rein & was hilft theoretisch, das zu verstehen (oder muss man das gar nicht…)?

 

Katrin & Sylvia: Wie kann ich gut scatten?

 

Friederike: Wo fange ich mit dem zählen an? Wenn Instrument einsetzt?

 

Andrea: Vielleicht kannst Du ein paar Beispiele für das Grooven zeigen, wenn kein Drummer in der Band ist. (Bei mir aktuell Gitarre und Querflöte/Sax). Das heißt, wie kann ich “der Drummer sein”, am praktischen Beispiel.

 

Bei mir handelt es sich meistens um Swing. Ich hab manchmal Schwierigkeiten, auf die Gitarre einzusteigen….

 

In diesem Podcast verwendete links und Ressourcen

Diese Podcasts gehören zu der 4 Teiligen Reihe über Musiktheorie und Groove:


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