Gesangsübungen zu hohen Tönen- Einführung

von

“Lange Übung”

Hohe Töne sind immer relativ. Was für die einen schon als hohen Ton klingt und sich anfühlt, ist für den anderen ein Ton aus der mittleren Tonlage. Deshalb habe ich für Dich ein kleines Arbeitsblatt zusammengestellt mit elektronischem Playback, mit dem Du feststellen kannst, wo Dein Ohr und Deine Stimme Töne als hoch bezeichnen. Bitte lade Dir das Arbeitsblatt runter, drucke es aus und singe mit dem Instrument auf einen Dir gewählten Vokal mit. Wenn Du denkst, dass Du hohe Töne singst, dann zeichne dies bitte ein. Auch wenn Du keine Noten per se lesen kannst, soll es Dir helfen, Deine Stimme und vor Allem Deine geistigen Stolperfallen vor hohen Tönen kennenzulernen. Denn viele Hürden laufen mental ab.

 Physiologie der hohen Töne

Deine Stimmlippen werden bei hohen Tönen lang und dünn gedehnt, berühren sich nur an den Seiten und kommt in schnelle starke Schwingungen. Daher kommt auch der Begriff “Randstimme”. Der Name “Kopfstimme” ist gängiger, weil die hohen Töne eine starke Kopfresonanz haben.

Sound, Vordersitz & Spannung

Hohe Töne können unterschiedlich klingne, je nachdem welchen Klang der SÄnger gerade produzieren möchte. Von laut und kraftvoll bis leise und hauchig ist alles dabei. Und je nach Musikstil ist der Klang anders.

Am Anfang ist es aber sinnvoll, mit einem mittelautem Ton und so luftfrei wie möglich anzufangen, ja fast klassisch zu denken. Bitte versuche immer das Vibrato wegzulassen. Einen geraden Ton produzieren zu können ist wesentlich hilfreicher als ein unkontrolliertes Vibrato an das Ende jeden Tons zu setzen.

Hohe Töne brauchen eine wesentlichere aktive Stütze. Das bedeutet, dass Du Deine Muskeln aktiver einsetzen und Deine Töne führen musst. Ein guter Stand ist gefragt. Dabei soll der Klang vorne im Gesicht um die Nasen- und Wangengegend zu spüren sein. Dies ist der Vordersitz oder auch das “nach vorne singen/ fallen”. Der Ton darf nicht nach hinten in die Kehle gehen, weil dann alles verängt wird.

Mentales Training

Hohe Töne sind für viele ungeübtere Sänger ein Angstfaktor, der entweder durch zu viel Druck (also ein Schreien) oder zu wenig Druck (schlaffer bis gar kein Ton) ausgedrückt wird. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, welche Töne sich für Dich “hoch anfühlen” und wie viel Spielraum Du eigentlich in Deiner Stimme noch besitzt. Beobachte bitte, was in Deinem Körper passiert, wenn Du das nächste Mal höhere Noten singst: Verkrampfst Du Dich? Wenn ja, wo? Tue dies wenn möglich vor dem Spiegel, oder wenn Du in einem Chor singst, dann schärfe Deine Wahrnehmung. Hohe Töne gehören zu Deiner Stimme wie tiefe und sind kein Grund zur Beunruhigung. Die wirst Du auch meistern.

Noten & Playback für die Übung

Das Playback für die Übung findest Du auch in der Werkzeugkiste. Die Übung als Notentext kannst Du hier herunterladen.

Es gibt auch noch einen weiteren Blogpost zu dem Thema, wenn Du weiterlesen möchtest.

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