Tiefe Töne mit der Bruststimme singen lernen

von

“Bla bla bla bla”

“Mama”

Die Stimme wird in verschiedene Register (Stimmlagen) eingeteilt, die aber bei jedem Menschen unterschiedlich ausfallen. Bezeichnet werden dabei die Tonhöhen, und wird meist in folgende Begrifflichlichkeiten eingeteilt:

Subregister, Bruststimme, Mischstimme, Kopfstimme/ Falsett (bei Männern) und Pfeifstimme (sehr hohes Falsett bei Männern).

Die Stimmlippen (die inneren Seiten der Stimmbänder) kann man mit einem Gummiband vergleichen: Bei tiefen Tonlagen sind diese sehr entspannt und dick, je höher die Töne aber werden, desto gespannter und dünner werden die Stimmlippen. Dabei schwingen diese bei tiefen Tönen langsamer als in den höheren Lagen.

Die Bruststimme (Vollstimme)

Der Begriff “Bruststimme” führt eigentlich in die Irre, weil nur tiefere Töne wie beim kleinen a (Männer eine Oktave tiefer) auf dem Brustbein auch von der Resonanz her gespürt werden kann. Dazu kannst Du ein Schiffshorn auf den Vokal /a/ imitieren und Deine Hand auf das Brustbein zu legen, wo Du dann die Schwingungen spüren kannst. Je höher die Töne aber gesungen werden, desto weniger spürt man die direkte Resonanz auf der Brust. Deshalb mag ich den Begriff der “Vollstimme” lieber, weil es den Zustand der Stimmlippen bezeichnet.

Finden der Vollstimme

Die tiefen Töne können  der Sprechstimme angelehnt werden. Eine Vorübung zur Findung der Vollstimme ist, in einem mf (mittellaut) nach “Mama” zu rufen, und dabei den Sound schön nach vorne zu schleudern. Bitte sing nicht, sondern rufe. Erst danach wird auf “Mama” in der gleichen Weise gesungen. Dies kann dann immer abgewechselt werden.

 

Klangvorstellung entwickeln

Je nach Musikstil wird die Vollstimme klanglich verändert, die Basis ist aber ein voller, runder und warmer Klang, der je nach Bedarf abgeändert werden kann. Um einen vollen Klang in den tieferen Tönen zu bekommen, ist es wichtig eine Klangvorstellung zu entwickeln. Dazu gehört, SängerInnen zu hören, die diese gut beherrschen. Deshalb möchte ich Dir ein paar SängerInnen empfehlen, von denen Du dir diesen Klang “abhören” kannst:

  • Lizz Wright; Whitney Houston; Stevie Wonder; Take 6; Ella Fitzgerald; Thomas Quasthoff (Jazzalbum)

Es gibt natürlich noch viel mehr Sänger, und zwar in allen Musikstilen, die als Klangvorbilder herhalten können. Die Qualität des Hörens ist aber wichtiger als die Quantität, deshalb versuche 2 Songs ganz intensiv zu hören und Dir die Offenheit der Stimmsounds so zu merken, dass Du es bei anderen Sängern genauso hören und selber imitieren kannst.

Offener und weiter Mundraum ist wichtig

Wichtig für die Vollstimme ist vor allem die Gähnstellung, über die Du hier noch mehr lesen kannst. Eine Grundlage für einen warmen Klang ist nämlich, dass der Sound weit vorne ist und viel Platz im Ansatzrohr ist. Stütze und Atmung nicht vergessen als generelle Grundlagen.

Hier findest Du die auf dem Video gezeigten Übungen. Versuche bis zum Äußersten Deines Stimmumfanges zu gehen, wobei Du immer darauf achten musst, den Ton nicht in den Rachen zu ziehen, sondern vorne rausfallen zu lassen. Selbst wenn kein hörbarer Klang mehr in den Tiefen produziert wird, ist es wichtig so weit zu gehen. Vermeide aber jegliche Überspannung und es darf auf gar keinen Fall weh tun!

Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, dann schreib mir doch einfach ‘ne email.

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